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Forscherin Jessica Hänisch zeigt beim Girls’ Day ihre Arbeit

Jessica Hänisch hat als Kind selbst am Girls’ Day teilgenommen. Ihr Vater hat sie inspiriert, Wissenschaftlerin zu werden. Unsere Schülerpraktikantin Lia-Alisa, 14 Jahre, hat sie interviewt.

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Jessica Hänisch erklärt Mädchen beim Girls’ Day, warum sie Forscherin geworden ist und was sie an Naturwissenschaften begeistert. Foto: Lia-Alisa-Rüchel

Warum machen Sie beim Girls’ Day mit?

Jessica Hänisch: Weil ich es schon immer interessant fand, Schülerinnen etwas zu erklären und bei Problemen weiterzuhelfen. Ich habe auch mal Nachhilfe gegeben. Vielleicht kann so ein Girls’ Day auch dazu anregen, sich ein gutes Studium auszusuchen oder Chemie und Physik in der Schule doch etwas spannend zu finden.

Wie sieht Ihr normaler Arbeitstag aus?

Er ist sehr abwechslungsreich und ich muss mich jeden Tag mit unterschiedlichen Dingen beschäftigen. Dabei bin ich viel im Labor, aber auch viel am Schreibtisch.

Woran forschen Sie?

Ich forsche im Moment an Hybrid-Solarzellen. Das sind Solarzellen, die sowohl aus organischen als auch anorganischen Schichten bestehen. Ich untersuche die Oberflächen.

Was ist der Nutzen Ihrer Forschung?

Wir wollen Solarzellen noch besser machen, und wir arbeiten auch daran, dass sie noch leichter und günstiger produziert werden können.

Was finden Sie an der Solarforschung am interessantesten?

Ich finde spannend, dass es mittlerweile so viele verschiedene Solarzellen gibt. Ständig wer-den neue Methoden gefunden, um Solarzellen herzustellen.

Waren Sie in der Schule schon immer gut in den Naturwissenschaften?

Nein, nicht wirklich. Ich habe zwar Chemie studiert, aber es davor in der Schule abgewählt. Das Problem damals war, dass es bei uns keinen Lehrer gab, der das Thema wirklich gut vermitteln konnte. Man kann aber seinen Weg finden, ohne dass man in der Schule gut drin war.

Wann kam die Begeisterung für Chemie auf?

Mein Traum war es, Biochemie zu studieren. Weil es da zu wenige Plätze gab, habe ich angefangen, Chemie zu studieren. Eigentlich wollte ich nach einem Semester wechseln. Dann habe ich gemerkt, dass ich Chemie doch interessant finde und ich gar nicht so schlecht darin bin. Darum bin ich dann bei Chemie geblieben und hatte ab dann den Wunsch, Wissenschaftlerin zu werden.

Wissenschaftler wirken für mich immer so, als könnten sie alles. Was können Sie überhaupt nicht?

Also Mathe war noch nie so meins. Aber es gibt viele Kolleginnen oder Kollegen, die man fragen kann.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

In meiner Freizeit mache ich sehr viel Sport; auch zum Ausgleich. Außerdem begeistere ich mich für verschiedene Sprachen. Ansonsten: kochen, Freunde treffen, also alles, was den Geist entspannt. Allerdings habe ich dafür im Moment leider weniger Zeit als mir lieb ist.

Was ist Ihre Empfehlung für angehende Forscherinnen?

Man sollte immer das Ziel vor Augen haben, weil es teilweise auch wirklich Durststrecken gibt. Es klappt auch nicht immer alles, was man versucht. Aber man sollte trotzdem positiv bleiben und die Dinge locker nehmen, auch wenn es mal nicht läuft.