Helmholtz Zentrum Berlin

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BESSY • The ideal microscope for space and time

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Zu Gast am HZB: Sujitra Pookpanratana aus den USA

6.700 Kilometer Luftlinie ist der Arbeitsplatz von Sujitra Pookpanratana vom Elektronenspeicherring BESSY II entfernt. Trotzdem ist sie Anfang Februar 2016 mit zwei Kolleginnen und einem Kollegen von der Ostküste der USA angereist, um in Berlin zu messen. Das Team kommt vom „National Institute of Standards and Technology“ (NIST), dem US-amerikanischen Pendant zur Physikalisch-Technischen Bundesanstalt. Dort betreibt die Gruppe Grundlagenforschung auf dem Gebiet der molekularen Elektronik.

Zu BESSY II sind die Forscher gekommen, um die Bandstrukturen organischer Charge-Transfer-Kristalle zu untersuchen. Die Physik hinter solchen Systemen ist bisher wenig verstanden. Sie ist jedoch wichtig, um die elektronischen Eigenschaften organischer Halbleiter zu verstehen und zu verbessern. Dies kann zu neuen Anwendungen auf dem Gebiet der Halbleiterelektronik führen.

Pookpanratana freut sich, für ihre Messungen an der Beamline PM4 das neue Analysegerät ARTOF (Winkelaufgelöstes Flugzeitmassenspektrometer) nutzen zu können. Dank des neuen Verfahrens können sie ihre Proben mit einer Auflösung von mehreren hundert Mikrometern analysieren – und das geht wesentlich effizienter als bisher: „Eine einzige Probe zu untersuchen, dauerte bisher etwa eine Woche. Hier kriegen wir das in nur ein paar Stunden hin“, freut sich Pookpanratana. Es ist ihre zweite Messzeit bei BESSY II. Viele Unterschiede im Vergleich zu den USA gebe es hier nicht, allerdings lobt sie gute Arbeitsstrukturen: „Bei uns zu Hause ist es ziemlich üblich, dass man bei Forschungseinrichtungen viele Überstunden macht und quasi rund um die Uhr einsatzbereit ist. Ich habe das Gefühl, dass das hier in Berlin besser organisiert ist und es geregeltere Arbeitszeiten gibt.“