Helmholtz Zentrum Berlin

#HZBzlog

BESSY • The ideal microscope for space and time

business as (un)usual

authored 6 months ago:

Ana García Prieto: Mit Bakterien gegen den Krebs

Oft sind es die kleinen Dinge, die helfen können, große Herausforderungen zu meistern. So auch im Falle von Ana García Prieto von der Universität des Baskenlandes. Sie kam im März 2017 nach Berlin und untersuchte an BESSY II das Bakterium Magnetospirillum gryphiswaldense – unter anderem in der Hoffnung, damit in Zukunft Krebs heilen zu können. Eine schwierige Aufgabe, bei der Ana García Prieto zum Glück auf die Unterstützung der Forschergruppen von FernándezGubieda und Alicia Muela zählen konnte, die ebenfalls nach Berlin reisten.

Bild

Das kleine Bakterium baut sich selbst mit magnetischen Nanopartikeln einen inneren Kompass und orientiert sich damit am Erdmagnetfeld. Diese Eigenschaft kann man sich zunutze machen, beispielsweise bei der magnetischen Hyperthermie. Dieses Verfahren basiert darauf, dass magnetische Nanopartikel die Energie eines äußeren Magnetfeldes in Wärmeenergie umwandeln können. Platziert man solche Nanopartikel in einen Krebstumor, so könnte dieser durch die Wärmeenergie verkleinert oder ganz zerstört werden.

Das ist noch Zukunftsmusik, Ana García Prieto ist aber zuversichtlich: „Zunächst müssen wir die magnetischen Eigenschaften der Nanopartikel grundlegend verstehen. Dies ist der Schlüssel, um das Potenzial dieser biomedizinischen Anwendung voll ausschöpfen zu können.“ Schon zum zweiten Mal war sie an der UE 49 SPEEM Beamline von BESSY II und schätzt die leistungsfähige Methode, die sie in Berlin nutzen kann. Die Spanierin ist fasziniert von der Kombination aus Physik und Biologie, die ihre tägliche Forschungsarbeit bestimmt.